1. FAQ
  2. Flug
  3. Entschädigungskriterien

Sind alle Flüge mit der EU-Fluggastrechteverordnung 261/2004 abgesichert?

Durch die Fluggastrechteverordnung werden dem Passagier Rechte im Falle eines Flugausfalls, einer Flugverspätung oder wenn das Boarding verweigert wird, zugesichert. In dieser Verordnung werden unter anderem Betreuungsleistungen, pauschale Entschädigungen und Ersatzbeförderung geregelt.

Grundsätzlich ist die Verordnung für „Motorluftfahrzeuge mit festen Tragflächen“ anwendbar. Eine weitere Voraussetzung ist das rechtzeitige Erscheinen des Passagiers am Flughafen sowie eine von der Fluggesellschaft bestätigte Buchung. Weiterhin darf der Flug nicht kostenfrei und z.B. durch Mitarbeiterrabatte nicht vergünstigt gewesen sein. Wurde dagegen ein Flug mit Bonusmeilen ganz oder teilweise bezahlt, findet die Verordnung Anwendung.

Wurden alle oben genannten Kriterien erfüllt, kommt es darauf an wo sich der Start- und Zielflughafen befindet und welche Airline den Flug durchführt.

Die Fluggastrechteverordnung findet Anwendung, wenn:

  • der Flug außerhalb der EU startet, jedoch auf einem Flughafen innerhalb der EU landet und die Airline ihren Sitz innerhalb der EU, in der Schweiz, Island oder Norwegen hat.
  • der Flug innerhalb der EU startet. In diesem Fall ist der Sitz der Airline und das Land des Zielflughafens egal.

In allen anderen Fällen, ist die EU-Fluggastrechteverordnung nicht anwendbar. Einzelne Rechte sind außerdem an weitere Voraussetzungen gebunden, wie z.B. dass keine außergewöhnlichen Umstände vorliegen dürfen.

Weiterhin ist zu beachten, dass nicht immer die Airline, bei der man den Flug gebucht hat, auch die durchführende Fluggesellschaft ist.